Bezahlte Studien für unbrauchbare Ergebnisse – Wissenschaftler liefern Nachweis!

Wir alle denken, dass Medikamente sicher seien, weil wir auf die Studien vertrauen, die unser medizinisches System durchführen lässt, damit unsere Behörde, die uns vor Schaden schützen soll- Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte – sie genehmigen können. All dies geschieht natürlich nur „zu unserer Sicherheit“. Studien, so glauben wir, das sind sachlich richtige, faktische Erhebungen von wissenschaftlichen Einrichtungen, deren tatsächliches Interesse an der Erforschung der Wirkung eines Medikaments besteht. Die Fakten sprechen eine ganz andere Sprache.

Standardmäßig ist der Medikamentenmarkt in Deutschland so organisiert: Wenn ein Medikament neu auf den Markt kommt, wurde es vorher von ca. 1000 gesunden, meist männlichen, Testpersonen getestet. Es wird von unseren Bundesbehörden zugelassen und es folgt meiste eine sogenannte „Anwendungsstudie“. Genau diese wollte ein Professor für Epildemologie und eine Ärztin von TI genauer untersuchen.

Die Wissenschaftler des Vereins „Transparency International“ wollten sich der Studie der Studie widmen und haben dabei als erstes  herausgefunden, dass diese sog. „Anwendungsbeobachtungen“ sehr streng unter Verschluss gehalten werden. Es handelt sich um folgende Daten, die untersucht werden sollten:

Erfragt wurden folgende Daten:

•    Anzahl der gemeldeten  Anwendungsbeobachtungen (AWB) 2008-2010
•    Hersteller oder meldenden Clinical Research Organisation (CRO)
•    Orte der AWB,  Präparate, Dauer der AWB
•    Anzahl der Patienten pro AWB, Anzahl der teilnehmenden Ärzte
•    Höhe der gezahlten Honorare
•    Anteil neu zugelassener Medikamente (< 2 Jahre vor AWB)
•    Informationen über Auswertungen und Ergebnisse oder Publikationen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) musste vom Verein zweimal verklagt werden um die Daten zur Untersuchung herauszugeben und auch das geschah nur unter Androhung von  Zwangsvollstreckung. Die Datensätze wurden anscheinend nichteinmal geprüft, denn die Angaben sind lt. der Wissenschaftler sehr wirr, ganz unterschiedlich gemacht und auch nicht der Anleitung gemäß. Die Zahlen variieren also sehr stark. Auch durften Ärzte mehrmals an den selben sog. „AWB“s teilnehmen.

Diese „Beobachtungen“ werden von Ärzten durchgeführt, die von den Pharmakonzernen dafür Geld erhalten. Somit ist der Anreiz gegeben, dass der Arzt das meist teurere Medikament verschreibt, auch weil er ein zusätzliches Honorar dafür erhält, welches im Schnitt lt TI bei ca. 19.000 € im Monat liegt. Die Richtigkeit der Angaben, bzw. die Einhaltung der Studienrichtlinien wurde von der Regierungseinrichtung (BfArM) nicht überwacht und überprüft, wie die Wissenschaftler von Transparency International berichten.

Zusätzlich verpflichten die Ärzte sich die Nebenwirkungen nur dem Pharmaunternehmen zu melden, was ein weiteres Kriterium dafür ist, dass die Studien den Pharmakonzernen „gehören“, aber nicht transparent und wissenschaftlich an die Öffentlichkeit gelangen „dürfen“. Hier steht ein Betriebsgeheimnis gegen unser aller Gesundheit – es geht aber hier immernoch nicht um Ihre Gesundheit … auch wenn man uns das Glauben machen möchte.

„Die Studien sind unbrauchbar!“

Diesen Schluss haben die Wissenschaftler nach der Auswertung von 7000 Beobachtungsdaten gezogen. Die Studien seien absolut nichtssagend, weil die Anzahl der beobachteten Patienten viel zu gering ist und auch die Zeiträume zu kurz. Außerdem ist die heterogenität der Probanden viel zu stark als dass man sie als wissenschaftlich reliabel betrachten könnte, somit wird die richtige Beobachtung gar nicht möglich.

„Der wissenschaftliche Nutzen von AWB für die Allgemeinheit ist also gleich Null“, urteilt Dr. Ulrich Keil, Professor für Epidemiologie und Mitglied der Arbeitsgruppe Gesundheitswesen bei Transparency, „der potentielle Schaden dieser schlechten Studien jedoch immens. Denn eine verlässliche öffentliche Registrierung sowie wissenschaftlich adäquate Veröffentlichungen der Ergebnisse sind nicht gegeben, geschweige denn Transparenz über Nebenwirkungsmeldungen aus diesen Studien.“ Die in den AWB erhobenen Daten unterliegen nach den Transparency vorliegenden Dokumenten vielmehr einer vertraglich vereinbarten Geheimhaltung und sind Eigentum der Sponsoren.

Dieser Nachweis untermauert die Vermutung, dass diese sogenannten „Patientenbeobachtungen“ eher gute Marketing-Strategien sind, als eine wissenschaftlich anerkannte und seriöse Methode. Da die Ärzte jedoch für das Verschreiben des Medikaments bezahlt werden, agieren sie tatsächlich wie Vertreter des Produkts, also Wiederverkäufer, die eine ordentliche Provision dafür erhalten. Das hat überhaupt nichts mit Sorge um Ihre Gesundheit oder mit Ihrer Heilung zu tun. In der freien Wirtschaft nennt man das Bestechung und dem nicht-Informierten Bürger und Patienten wird es dann als Heilung verkauft.

Mit freundlicher Genehmigung der IBMS® Universität by Dr. Leonard Coldwell