Lesen Sie immer die Zutatenliste? Bloß nicht! 2 große NoGos verderben den Spaß!

In diesem Artikel will ich Ihnen aufzeigen, weshalb es sich lohnt immer die Zutatenliste zu lesen. Warum Sie sich die Mühe machen sollten, den (zu Beginn) recht anstrengenden Vorgang zu unternehmen und die Zutatenliste aller Produkte zu lesen, die Sie in Ihren Warenkorb legen.

Exkurs in die Werbung
Ihr Supermarkt ist eine optische Werbebombe, voller knalliger Farben, herausgestellter Schriften, Düften und vieles mehr. Hierbei zielt man auf ALLE Ihre Sinne ab. Oder ist Ihnen noch niemals der intensiv stechende Geruch in der Nähe einer jeden Bäckerei aufgefallen? Ich darf Sie enttäuschen, dieser Duft ist nicht etwa der Duft der sich vor Ihren Augen im Ofen befindlichen Backwaren. Nicht der Duft der Guten Zutaten, sondern ein gezielt eingekaufter Duft den man beispielsweise hier oder hier kaufen kann, der Ihren Sinnen eine Qualität vorgaukeln soll, die es ganr nicht gibt. Wir Menschen sind von natur aus darauf ausgelegt unsere Sinne einzusetzen – vor allem den Geruchssinn um zu unterscheiden ob ein Lebensmittel essbar ist oder nicht. Sie werden hier trickreich getäuscht und wenn Sie Pech haben, dann ist dieser Duft sogar ein Giftstoff, der Ihre Gesundheit schädigt, denn das interessiert in der Branche nicht. Es gibt derlei viele Strategien, Ihr Stichwort zur Eigenrecherche lautet: Neuromarketing

Weshalb wird hier so ein Aufwand betrieben?
Der Hersteller muss es schaffen innerhalb kürzester Zeit Ihre Aufmerksamkeit zu erregen, denn unter den tausenden, anderen Konkurrenzprodukten will er als derjenige herausstechen, der den Stich macht. Er möchte, dass sein Produkt in Ihrem Warenkorb landet.

Darum wird ein Produkt VORNE auf der Verpackung werben, mit 100% natürliche Zutaten, OHNE Zucker, OHNE Fett, ohne künstliche Aromen, Namen von Doktoren … etc., das alleine reicht für Sie aus, um unterscheiden zu können ob die Zutaten gesund sind oder nicht. Schön wäre es!
Denn das, meine sehr verehrten Damen und Herren ist lediglich ein geschickter Marketingtrick, auf den Sie zu tausenden hereinfallen, weil die Werbung das Bedürfnis der Menschen nach Orientierung ausnutzt. Sie orientieren sich im Supermarkt, indem Sie lesen was auf der Verpackung steht. Wenn sie gut sind, die meisten Käufer schauen nur die Bilder an. Lesen, also Buchstabengebilde mit einer Länge von mehr als 3 Zeichen in Wortzusammenhängen und komplexen Sätzen auf Papierseiten, ist ja sooowas von „out“! Dank Smartphones & Co. Es gibt ja mittlerweile sogar smartphone-Apps die Ihnen zeigen wie verlässlich ein Produkt ist. Nur sind auch diese ein Marketingtrick, denn auch hier gibt es konkurrenz um Produkte, und wenn Sie sich einmal den Artikel über die Inhaltsstoffe von Pflegeprodukten ansehen, dann werden Sie lesen können, dass zertifikate auf dem Markt mehr Schein als Sein sind, und wer diesen Blog öfter liest, könnte auch nach Lektüre dieses Artikels in dem ich auch über die gesetzlichen Bestimmungen und Lücken der einzelnen Biosiegel schrieb, schon wissen, dass auch die Biosiegel nicht das sind, was sie zu sein scheinen.

Weitere Details erspare ich Ihnen. Wenn Sie sich dazu entschieden haben, dass Sie mir glauben und damit aufhören wollen auf die Milliardenschwere Industrie zu hören die Stein und Bein schwört, dass sie Ihnen NUR die BESTE Qualität verkauft, zu hören. Was dann?

Wie können Sie sich also schützen?
Ganz einfach. Informieren Sie sich. Überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund und sehen Sie da nach, wo sich der „wahre Kern“ einer Ware befindet. Und das ist nicht vorne auf dem Etikett, sondern dort wo es anstrengend wird: hinten drauf! Da wo das Kleingedruckte, steht, wo Niemand nachsieht, z.B. auf dem Müsliriegel in der Falte. Prüfen Sie das bitte nach: Die Zutatenliste für die meisten Müsliriegel versteckt sich hinten in der Falte, wo sie keiner liest.

Sie sollen das ja auch nicht lesen, sondern nur den Riegel kaufen.
Zumindest, wenn Sie lebensmüde sind und es Ihnen egal ist, was mit Ihrem teuren Körper passiert.

Andernfalls informieren Sie sich besonders gut über diverse Zusätze in Lebensmitteln, die Sie interessieren sollten, wenn Sie an Ihrem Leben hängen:

Es gibt einige Zusatzstoffe im Lebensmittelbereich, die die meisten Menschen nicht kennen, weil sie noch nie davon gehört haben, und es gibt hier auch welche gibt, die unter irreführendem Namen gelistet werden oder vom Gesetzgeber mit sehr lockeren Regelungen behandelt werden.

Ich habe absichtlich nur 2 Zutaten herausgesucht, die ich näher beschreibe, denn wenn Sie mit mir den Praxistest machen und damit beginnen das zu überprüfen, in welchen Lebensmitteln diese beiden Stoffe vorhanden sind, dann hat sich der Inhalt Ihres Warenkorbs sehr stark verkleinert.

Die 2 großen NoGos für eine gute Gesundheit

  • Ascorbinsäure
  • Isoglucose

Ascorbinsäure

Zitat von der webseite  gentechnicktransparenz:

Herstellung: Die meist genutzte Herstellungsweg für Vitamin C ist ein kompliziertes, sechsstufiges Verfahren (Reichenstein-Prozess). Einer dieser Verfahrensschritte wird fermentativ durchgeführt: Die dabei eingesetzten Mikroorganismen (Acetobacter) sind „konventionell“ gezüchtet, d.h. nicht gentechnisch verändert. Als Rohstoff für diesen Prozess wird Glukose verwendet, die mit Hilfe von Enzymen aus Maisstärke gewonnen wird.

Glukose oder Stärke können zu bestimmten Anteilen aus gentechnisch verändertem Mais hergestellt sein. Die bei der Glukosegewinnung eingesetzten Enzyme werden häufig mit Hilfe gentechnisch veränderter Mikroorganismen hergestellt.

Ein US-amerikanisches Unternehmen hat ein neues Verfahren entwickelt, bei dem gentechnisch veränderte Mikroorganismen (Erwinia herbicola, Erwinia citreus) eingesetzt werden. Damit verkürzt sich der Herstellungsprozess auf nur noch zwei Schritte. Inzwischen ist es auch möglich, Vitamin C bzw. Ascorbinsäure direkt mit Hilfe von gv-Mikroorganismen zu produzieren. Dieses Verfahren soll in einigen asiatischen Ländern genutzt werden, die Vitamin C in großen Mengen nach Europa liefern.

Bei der Verwendung als Zusatzstoff wird Vitamin C auf der Zutatenliste mit seiner chemischen Bezeichnung Ascorbinsäure deklariert. Das heißt: Sie wissen gar nicht ob Sie es mit natürlichem Vitamin C (welches auch immer Ascorbinsäure enthält), oder mit chemisch erstellter Ascorbinsäre zu tun haben, OBWOHL Sie schon das Etikett lesen, lässt man Sie im Uklaren. Klar ist jedoch: gentechnisch veränderter Mais macht logischerweise gentchnisch Veränderte Ascorbinsäre. Die rechtliche Lage ist ungeklärt. Hersteller müssen nicht angeben ob die Ausgangsbasis der Ascorbinsäure natürlich oder aus gentechnisch manipulierten Stoffen besteht. Außerdem ist Ascorbinsäre ohne Höchstbeschränkung einsetzbar. Es gibt keine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel, die mit Hilfe von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) hergestellt wurden.

Sie werden nicht glauben in welchen Produkten überall Ascorbinsäre enthalten ist, da es in der Lebensmittelbranche als Stabilisator eingesetzt wird, ist es in zahlreichen Produkten, z.B. Fleisch und Wurstwaren, Käse, Fruchtsäfte, Nektare, Tiefgefrorene Kartoffelprodukte, Konfitüren, Marmeladen, Eis, Brot- und Backmischungen, Obst- und gemüsekonserven, Bier und Wein und vielen anderen.

Zahlreiche Lebensmittel wie etwa Getränke oder Süßigkeiten werden mit Ascorbinsäure angereichert, um den Vitamin-Gehalt zu erhöhen. Nur in diesem Fall darf sie als Vitamin C deklariert werden. Steht eine ihrer anderen Anwendungen im Vordergrund, wird sie als Ascorbinsäure gekennzeichnet.

Mich würde an dieser Stelle ja interessieren ob mit der Erhöhung des Vitamin-C gehalts der Gehalt an natürlichem Vitamin-C gemeint ist oder Ascorbinsäre. Woher weiß man das? Wer prüft das?

 

Isoglucose

Auch bekannt als Maissirup, Fructose-Glukose-Sirup oder Glukose-Fructose-Sirup, Stärkesirup, Bonbonsirup, Corn Sirup, High Fructose Corn Sirup, Maissirup oder Maiszucker

Bisher durfte der Prozentuale Antil dieses Süsstoffes nur mit einem Anteil von bis zu 5% auf dem deutschen Markt gelangen. Seit der Neuregelung des Zuckermarktes am 1. Oktober 2017 darf er in höheren Mengen nach Europa geliefert werden als es bisher der Fall war, da gesundheitsschützer die schädliche Wirkung des Zuckers erkannt hatten und ihn nicht in so großen Mengen einführen wollten. In den USA sind bereits viele Verbraucher auf die gesundheitsschädliche Wirkung aufmerksam geworden, sodass der Verbrauch gesunken ist. Jetzt versucht man es auf dem Deutschen Markt. Mit Erfolg. TTIP ist zwar gescheitert, aber anscheinend haben wir es dem Geschick einiger Lobbyisten zu verdanken, dass der Zuckermarkt neu geregelt wurde. Außerdem ist ja CETA vorrübergehend (bin schon gespannt wie lange das ist) durch das EU-palament während der Wahlen 2017 durchgewunken worden. Die Regelungen von CETA sind sehr locker angelegt und auch die Kontrollen sind nicht wirklich gut, darum sollte der Müll nicht in Deutschland landen, jetzt ist er allerdings da.

Der Zucker ist für die Industrie deshalb so interessant, weil er kostengünstig aus Genmais gewonnen wird UND weil er das Sättigungsgefühl ausschaltet. Dieser Zucker macht nicht satt, da ihm die Polysachcharide fehlen, die das Gehirn dazu benötigt die Botenstoffe auszusenden. Viele Menschen haben unverträglichkeiten gegenüber Fruchtzucker, genau aus diesem Grund.

Gleichzeitig gehört der HFCS (High Fructose Corn Sirup) zu den Fruchtzuckern. Somit entfällt eine Deklarationspflicht als künstlicher Zucker. Was glauben Sie, was dann VORNE auf der Verpackung steht? Ungesüsst – mi natürlicher Süsse – OHNE ZUCKER – Zuckerfrei – etc. pp.
Sehr beliebt ist der Einsatz in Joghurts, Joghurtsdrinks, Diätischen Getränken, Gesundeitsprodukten, Diätprodukten, Kinderprodukte, Gummibärchen, Schokolade, Getränken, Säften, …

Gesunde Alternativen sind z.B. Kokosblütenzucker, ECHTER Honig, ECHTER Birkenzucker.

Das sind jetzt ZWEI Inhaltsstoffe, die Ihrer Gesundheit großen Schaden anrichten können. Es gibt noch viel mehr, über diese Verbauchertäuschungen werden wir separat berichten. Dies alles zusammen kann zu ernsthaften Gesundheitlichen Problemen führen. Denken Sie auch daran: Die Zusammenwirkung dieser beiden Stoffe wurde noch nie getestet, geschweige denn die Auswirkung aller Schadstoffe in Lebensmitteln. Sie sind ein Teil des Versuchslabors, sehen Sie also zu, dass Sie ihre Rolle – soweit es Ihnen mögich ist – SELBST bestimmen.

Jetzt ist es an Ihnen. Werden Sie prüfen, was Sie essen, oder nicht?

Ich wünsche Ihnen in jedem Fall eine spannende Reise lesend, zwischen den Regalen, mit einem Jauchzer, wenn Sie ein Produkt entdeckt haben, dass einigermaßen wenige, bis gar keine Zusatzstoffe enthält. Denn auch diese gibt es. Sie müssen „nur“ suchen.

 

 

 

Quellen:

http://zuckerersatz-info.de/isoglucose-maissirup/

http://www.transgen.de/recht/504.gentechnik-kennzeichnung-ausnahmen.html

https://www.welt.de/wirtschaft/article136885395/Die-gefaehrliche-Zuckerluege-der-Lebensmittelindustrie.html

http://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/1555133

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